Die sieben häufigsten Fehler auf Unternehmenswebsites und wie man diese vermeiden kann

Team bespricht die Optimierung einer Unternehmenswebsite anhand von Analysen und Kennzahlen.
Die eigene Website ist für viele Menschen der erste Kontakt mit einem Unternehmen. Innerhalb weniger Sekunden entsteht ein Eindruck davon, wie professionell, vertrauenswürdig und leistungsfähig ein Anbieter ist. Dabei kommt es längst nicht nur auf eine ansprechende Gestaltung an.

Was eine erfolgreiche Unternehmenswebsite auszeichnet

Eine erfolgreiche Unternehmenswebsite muss technisch überzeugen, verständlich kommunizieren, Orientierung bieten und Besucher gezielt zu einer Handlung führen. Genau daran scheitert es jedoch häufig. Einige Schwächen sind auf den ersten Blick sichtbar, andere machen sich erst durch ausbleibende Anfragen, geringe Reichweite oder hohe Absprungraten bemerkbar.

Wir zeigen sieben typische Fehler auf Unternehmenswebsites und erklären, wie sie sich vermeiden lassen.

1. Die technische Nutzererfahrung wird unterschätzt

Eine Website kann gestalterisch überzeugen und trotzdem frustrieren. Lädt sie zu langsam, springen Inhalte während des Seitenaufbaus oder lassen sich Buttons auf dem Smartphone kaum bedienen, hilft auch das ansprechendste Design nicht weiter.

Gerade die mobile Darstellung ist entscheidend. Google verwendet die mobile Version einer Website für die Indexierung und Bewertung. Die Core Web Vitals messen unter anderem Ladegeschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität einer Seite.

Auch die digitale Barrierefreiheit gehört zu einer guten Nutzererfahrung. Ausreichende Kontraste, gut lesbare Schriften, Alternativtexte für Bilder und eine nachvollziehbare Seitenstruktur erleichtern möglichst vielen Menschen den Zugang zu den Inhalten.

Bereits bei Konzeption, Gestaltung und Programmierung sollten deshalb unbedingt mobile Nutzung, Ladezeiten und Zugänglichkeit mitgedacht werden. Optimierte Medien, sauberer Code und regelmäßige technische Tests sorgen dafür, dass die Website nicht nur gut aussieht, sondern auch zuverlässig funktioniert.

2. Die Website wird nach dem Launch sich selbst überlassen

Der Relaunch ist geschafft, die neue Website ist online – und wird anschließend über Monate oder sogar Jahre kaum noch angefasst. Dabei ist der Launch kein Abschluss, sondern der Beginn des laufenden Betriebs.

Ansprechpartner wechseln, Leistungen entwickeln sich weiter, Stellen werden besetzt und Referenzen kommen hinzu. Gleichzeitig benötigen das Content-Management-System, Erweiterungen und technische Schnittstellen regelmäßige Updates. Bleibt die Pflege aus, entstehen veraltete Inhalte, fehlerhafte Links oder Sicherheitsrisiken. Auch eine ursprünglich moderne Nutzerführung kann mit der Zeit nicht mehr zu den Anforderungen des Unternehmens passen.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Für die Website sollten klare Zuständigkeiten und feste Prüfintervalle definiert werden. Technische Wartung, Sicherheitsupdates, Datensicherungen und regelmäßige Content-Checks halten den Auftritt aktuell. Ergänzend zeigen Auswertungen des Nutzerverhaltens, an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht.

3. Es fehlen klare Conversion-Pfade

Viele Unternehmenswebsites informieren ausführlich, lassen Besucher am Ende aber allein. Was soll nach dem Lesen einer Leistungsseite passieren? Wo kann ein Angebot angefragt werden? Wer ist der passende Ansprechpartner?

Ein allgemeiner Kontaktbutton im Menü reicht häufig nicht aus. Der nächste Schritt sollte dort sichtbar werden, wo das Interesse entsteht. Fehlen eindeutige Handlungsaufforderungen, verkomplizieren lange Formulare die Anfrage oder sind Kontaktmöglichkeiten schwer auffindbar, gehen wertvolle Interessenten verloren.

Dabei muss eine Conversion nicht immer ein direkter Kauf sein. Je nach Website kann das Ziel eine Beratungsanfrage, ein Download, eine Anmeldung, ein Anruf oder eine Bewerbung sein.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Jede zentrale Seite sollte eine passende und klar formulierte Handlungsmöglichkeit bieten. Kurze Wege, verständliche Buttons und einfach bedienbare Formulare erleichtern den nächsten Schritt. Eine durchdachte Nutzerführung verbindet Informationen nicht nur miteinander, sondern führt gezielt zu einer Entscheidung.

4. Die Website verfolgt kein klares Ziel

Informieren, verkaufen, Bewerber gewinnen, das Unternehmen präsentieren und gleichzeitig den Kundenservice unterstützen: Viele Websites sollen alles auf einmal leisten. Ohne klare Prioritäten entsteht jedoch schnell ein Auftritt mit zu vielen gleichwertigen Botschaften.

Besucher erkennen dann nicht, worauf es wirklich ankommt. Die Startseite versucht mehrere Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen, wichtige Inhalte gehen unter und unterschiedliche Handlungsaufforderungen konkurrieren miteinander.

Bevor über Farben, Bilder oder einzelne Seiten gesprochen wird, muss deshalb geklärt werden, welche Aufgabe die Website für das Unternehmen übernehmen soll. Ein Vertriebsinstrument benötigt eine andere Struktur als eine Recruiting-Website oder ein digitales Serviceportal.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Am Anfang stehen konkrete Ziele, relevante Zielgruppen und die gewünschten Nutzeraktionen. Auf dieser Grundlage lassen sich Seitenstruktur, Inhalte, Gestaltung und Funktionen gezielt entwickeln. Eine gute Website beginnt daher nicht mit dem Layout, sondern mit den richtigen Fragen.

5. Positionierung und Zielgruppenansprache bleiben unklar

Viele Unternehmenswebsites erklären ausführlich, wer das Unternehmen ist. Deutlich seltener beantworten sie, für wen das Angebot gedacht ist, welches Problem es löst und warum sich Interessenten gerade für diesen Anbieter entscheiden sollten.

Eine überzeugende Positionierung bringt Leistungen, Kompetenzen und Kundenvorteile auf den Punkt. Sie berücksichtigt außerdem, dass Kunden, Bewerber und Geschäftspartner unterschiedliche Fragen haben. Wer alle Zielgruppen mit denselben Aussagen anspricht, erreicht häufig keine davon richtig.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Strategie, Markenpositionierung und Texterstellung sollten zusammengedacht werden. Bereits im sichtbaren Einstiegsbereich muss deutlich werden, was das Unternehmen anbietet, für wen es arbeitet und welchen konkreten Mehrwert es bietet. Erst eine klare Botschaft gibt dem Design die richtige Richtung.

6. Das Webdesign ist veraltet oder inkonsistent

Eine Website prägt die Wahrnehmung eines Unternehmens. Wirkt die Gestaltung veraltet, beliebig oder uneinheitlich, wird dieser Eindruck schnell auf dessen Leistungen übertragen.

Typische Schwächen sind wechselnde Schriftarten, uneinheitliche Farben, beliebige Stockbilder oder Seiten, die gestalterisch kaum zusammengehören. Auch ein überladenes Layout kann die Orientierung erschweren. Modernes Webdesign bedeutet deshalb nicht, jedem Trend zu folgen. Entscheidend ist ein Auftritt, der zur Marke passt, Inhalte verständlich präsentiert und auf allen Endgeräten zuverlässig funktioniert.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Farben, Schriften, Bildwelt, Gestaltungselemente und Abstände sollten einem einheitlichen Designsystem folgen. Bestehende Markenrichtlinien müssen dabei konsequent für die digitale Anwendung weiterentwickelt werden.

7. Die Sichtbarkeit bei Google und in der KI-Suche wird vernachlässigt

Eine professionell gestaltete Website erfüllt ihren Zweck nur, wenn sie von potenziellen Kunden auch gefunden wird. Fehlen relevante Inhalte, eindeutige Überschriften oder eine nachvollziehbare Seitenstruktur, können Suchmaschinen die Leistungen des Unternehmens nur schwer einordnen.

Neben der klassischen Google-Suche gewinnen auch KI-basierte Suchsysteme zunehmend an Bedeutung. Sie greifen bevorzugt auf Inhalte zurück, die verständlich formuliert und klar strukturiert sind. Allgemeine Werbeaussagen oder sehr knappe Leistungsbeschreibungen liefern dagegen kaum verwertbare Informationen.

So lässt sich der Fehler vermeiden: Suchmaschinenoptimierung und die Anforderungen der KI-Suche sollten bereits bei der Konzeption und Texterstellung berücksichtigt werden. Klare Leistungsbeschreibungen, relevante Suchbegriffe, eine saubere Überschriftenstruktur und hilfreiche Inhalte verbessern die Auffindbarkeit und machen die Website zu einer verlässlichen Informationsquelle.

Fazit

Eine erfolgreiche Unternehmenswebsite entsteht nicht allein durch modernes Design oder eine technisch saubere Umsetzung. Erst das Zusammenspiel aus klarer Strategie, verständlichen Inhalten, guter Nutzerführung, zuverlässiger Technik und hoher Sichtbarkeit sorgt dafür, dass Besucher Vertrauen aufbauen und zu Kunden oder Bewerbern werden.

Die Website sollte deshalb nicht als einmalig abgeschlossenes Projekt betrachtet werden. Regelmäßige technische Prüfungen, aktuelle Inhalte und gezielte Optimierungen helfen dabei, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. team4media unterstützt Unternehmen dabei, bestehende Websites zu analysieren, strategisch weiterzuentwickeln und technisch, gestalterisch sowie inhaltlich zukunftsfähig aufzustellen.

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